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Jahreskurzbericht 2019 - Jungjägerausbildung

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Wir schließen gerade einen sehr ungewöhnlichen Vorbereitungslehrgang zur Jägerprüfung 2020 ab. Die ursprüngliche Prüfung im April 2020 musste aufgrund von der Covid-19 Pandemie verschoben werden. Die 14 Teilnehmer stellen sich in der KW 35 ab dem 24.08.2020 der Jägerprüfung. Der Unterricht wurde zum Teil auf einen Onlinekurs über die Plattform Zoom durchgeführt. Das Schießen musste nach den Lockerungen der Coronabeschränkungen erneut intensiviert werden. Wir wünschen den Prüflingen nach einem Jahr Lehrgang alles gute für die anstehende Prüfung. Allen Ausbilder danke ich für die Unterstützung und die Flexibilität, auf diese besondere Situation in 2020 eingegangen zu sein. Weiterhin danke ich allen Ausbildern für das persönliche und ehrenamtliche Zusatzengagement für den Kurs 2019/2020.

Gleichzeitig startet der neue Vorbereitungslehrgang 2020/2021 am Tag der schriftlichen Prüfung des Vorgängerkurses am 24.08.2020. In diesem sind aktuell 18 Teilnehmer angemeldet, wovon 8 aus unserer Kooperationskreisjägerschaft Oberhausen kommen. Wir freuen uns über die gute Nachfrage. Das bekannte Ausbilderteam steht also schon in den Startlöchern und geht nahtlos vom alten zum neuen Kurs über.

Dr. Martin Schmid, Ausbildungsleiter Vorbereitungslehrgang Jägerprüfung

Jahreskurzbericht 2019 - KJS Vorsitz

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Allgemeine jagd- und verbandspolitische Themen

Die wichtigsten Themen rund um die Jagd wurden im RWJ und auf den Internetseiten von DJV und LJV umfangreich dargestellt. Nachfolgend werden daher nur einige Punkte beispielhaft angesprochen.

Messe Jagd & Hund

Das „Jahr des Jägers“ beginnt quasi im Januar mit der Eröffnung der Messe Jagd & Hund in Dortmund. Neu war insbesondere die Erweiterung der Messe auf die Halle 1 mit den Schwerpunkten Wildbretvermarktung und – verwertung.

LJG NRW

Im März traten das neue LJG und die dazugehörigen Verordnungen in Kraft. Vom LJV wurde deshalb im April in Münster eine Multiplikatorenschulung durchgeführt.

ASP

Auch im Jahr 2019 war die ASP ein wichtiges Thema. Die ASP-Fälle in Polen näherten sich bedrohlich der deutschen Grenze. Es wurde eine Wildtierseuchenvorsorgegesellschaft(WSVG) unter Beteiligung des LJV gegründet.

Wolf

In NRW wurde das 2. Wolfgebiet in der Senne und dann im Herbst das 3. Wolfgebiet in der Eifel-Hohes Venn eingerichtet.

Die Wölfin in Schermbeck hatte wiederholt und nachweislich Nutztiere gerissen und dabei auch Schutzzäune überwunden. Die amtliche Überprüfung dieses Sachverhaltes durch das LANUV hatte über 6 Wochen gedauert. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass man ursprünglich die Meinung vertreten hatte, dass Wölfe, die nachweislich Schutzeinrichtungen überwinden und Nutzvieh reißen, zu entnehmen seien.

Jagdabgabe/Jagdbeitrag

Aufgrund einer Klage eines Betroffenen unter tatkräftiger Mitwirkung des LJV bzw. des Vizepräsidenten Thies kam das OVG Münster im Berufungsverfahren zu dem Ergebnis, dass die bisher erhobene Jagdabgabe in mehreren Punkten verfassungswidrig sei. Das Ministerium soll daraufhin mitgeteilt haben, die Jagdabgabe nicht mehr erheben zu wollen. Der LJV „nutzte“ dann die „Gelegenheit“, selber eine Jagdabgabe erheben zu wollen(Jägergeld in Jägerhand). Zunächst wurde versucht, über eine „Blitzaktion“ die Einführung zu beschließen. Aufgrund zahlreicher Bedenken und Einwände aus dem Landesvorstand heraus, kam man zu der Einsicht, den KJS und Hegeringen genügend Zeit zu geben, um die Mitglieder informieren zu können. Man hat mittlerweile erkannt, dass man sich in eine Einbahnstraße manövriert hat, aus der es kein Zurück mehr gibt. Man hofft daher, dass auf der Mitgliederversammlung 2020 positiv darüber entschieden wird.

Verpackungsgesetz

Das Verpackungsgesetz sorgte zunächst für Unruhe. Laut DJV-Gutachten fielen aber Jäger, die nicht gewerbsmäßig zerwirktes Wildbret abgäben, nicht unter den Geltungsbereich des Gesetzes.

Schalldämpfer/WAFFG

Kaum war „Ruhe“ in Sachen Bedürfnisanerkennung für Schalldämpfer eingetreten, hatte ein „ganz Schlauer“ gegen den Rat der Jagdverbände in einer Sprungrevision beim Bundesverwaltungsgericht gegen die Ablehnung seines Bedürfnisses geklagt und verloren. Dadurch kam es erneut zu Verunsicherungen. Lösungsansatz war dann, durch eine Änderung/Ergänzung des § 13 des WAFFG dort das Bedürfnis für Schalldämpfer zu regeln.

Wald-/Wildkonflikt

Aufgrund der extrem trockenen Witterung in zwei aufeinander folgenden Jahren kam es zu Borkenkäferplagen. Diese befallen die aufgrund der Trockenheit geschwächten Bäume und führen zu massivem Waldsterben. Die erforderlichen Neuanpflanzungen sind vor übermäßigem Wildverbiss zu schützen.

Das Problem allein durch Reduktionsabschüsse erledigen zu wollen, wird von vielen Jägern abgelehnt. Der LJV positionierte sich daher klar für eine Lösung Wald mit Wild.

DIN-Arbeitsausschuss „Jagd“

Im April 2019 wurde der DIN-Arbeitsausschuss „Jagd“ gegründet. In 5 Projektgruppen soll versucht werden, Normen für die Jagd zu entwickeln, um u.a. auch zu einer Akzeptanzsteigerung der Jagd in der Öffentlichkeit beizutragen. Die einzelnen Projektgruppen befassen sich mit Themen wie der Aus- und Fortbildung und dem QMS für Jagdschulen oder mit Jagdwaffen, Munition und Optik usw.

Es hat den Anschein, als stünde der DJV diesem Vorhaben nicht sehr aufgeschlossen gegenüber. Eventuell hat man auch nicht frühzeitig erkannt, dass man eine solche Entwicklung nicht verhindern oder längerfristig aufhalten kann. Hoffentlich hat man nicht wieder einmal eine gute Gelegenheit verschlafen, entscheidend mitzugestalten.

Neues DJV-Präsidium gewählt

Auf dem Bundesjägertag wurde ein neues Präsidium gewählt. Hartwig Fischer wollte aus gesundheitlichen Gründen nach 8 jähriger Amtszeit nicht noch einmal für das Präsidentenamt kandidieren. Als Präsident wurde dann einstimmig Dr. Volker Böhning gewählt. Der noch amtierende Präsident des LJV-NRW, Ralph Müller-Schallenberg, wurde als einer der Vizepräsidenten gewählt und löste dadurch Dr. Hermann Hallermann ab. Dr. Hermann Hallermann war zunächst auch vom DJV für eine weitere Amtszeit vorgeschlagen worden. Nachdem aber das NRW-Landespräsidium Ende 2018 beschlossen hatte, ihn nicht mehr als Kandidat unterstützen zu wollen, zog er seine Kandidatur zurück.

Vorschlag für neues LJV-Präsidium

Auf der Mitgliederversammlung 2020 hat der LJV-NRW ein neues Präsidium zu wählen. Nachdem Müller-Schallenberg frühzeitig mitgeteilt hatte, dass er 2020 nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren wolle, erklärte der bisherige Vizepräsident Hans-Joachim Thies öffentlich(u.a. in W&H), dass er bereit stünde, das Präsidentenamt zu übernehmen.

Das hat er getan, obwohl mehrfach viele KJS-Vorsitzende dem Präsidium zuvor erklärt hatten, ihn als Präsidenten auf keinen Fall wählen zu wollen. Schließlich lenkte das LJV-Präsidium dahingehend ein, dass Thies nicht als Präsident kandidieren würde. Allerdings meinte das Präsidium, dass er dann aber unbedingt Vizepräsident bleiben müsse (Rechtsanspruch auf Wahlämter?). Für das Präsidentenamt wurde dann Nicole Heitzig (KJS-Hochsauerland) und als weiterer Vize Lutz Schorn (KJS Bonn) nominiert. Da aber Thies auch als Vize sehr umstritten ist, hatte das Präsidium gegenüber dem Landesvorstand erklärt, die vorgeschlagenen Kandidaten seien nur in „Gänze“, quasi als „Paket“ zu haben und dieser Beschluss sei schließlich „einstimmig“ vom Präsidium gefasst worden.

(Inzwischen ist Rita Stockhofe vom Regierungsbezirk Münster offiziell als Gegenkandidatin aufgestellt worden.)

Weitere überregionale Aktivitäten

Der Landesjägertag fand in Münster statt. Dank an unsere Mitglieder, die daran teilgenommen hatten. Es ist grundsätzlich wichtig, dass möglichst viele Mitglieder am Landesjägertag teilnehmen. Ein gut besuchter Landesjägertag ist auch ein Ausdruck der Stärke und der Geschlossenheit unseres Verbandes.

Für die Fortbildung der Jungjägerausbilder und –prüfer wurde in Hagen ein Seminar durchgeführt.

Der Wildschutztag fand in Neubeckum statt. Neben interessanten Vorträgen wurden zahlreiche Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung vorgestellt.

Auf den Bonner Jägertagen wurden schwerpunktmäßig die aktuellsten Forschungsergebnisse über den Feldhasen vorgestellt und diskutiert.

Aus unserer KJS

Wildessen

Das Wildessen auf Hof Holz war sehr gut besucht. Der neue Küchenchef übertraf deutlich die Erwartungen. Auch wenn das dargebotene Rehwild zum Teil als Schwarzwild deklariert war, waren alle befragten Teilnehmer sehr zufrieden.

ERENJA Renntag

An dem ERENJA Renntag auf der Trabrennbahn Gelsenkirchen nahm auch die KJS-Gelsenkirchen teil. Es wurde dafür die rollende Waldschule vom Lernort Natur ausgeliehen. Zahlreiche Interessierte Besuche fanden sich ein, um sich rund um die Jagd und über unsere heimische Tierwelt zu informieren.

110 Jahrfeier Imkerverein

Der Imkerverein feierte in seinem Stützpunkt in Oberscholven sein 110 jähriges Bestehen. Die KJS und der Lernort Natur waren auch dort vertreten.

Ferienfreizeit auf Hof Holz

Quasi als Sommerferienprogramm konnten Kinder auf Hof Holz unter fachmännischer Anleitung Nistkästen zusammenbauen. Die selbst zusammengebauten Nistkästen wurden kostenlos abgegeben. Der Lernort Natur unterstützte zusätzlich mit der Präsentation der rollenden Waldschule. Neben den beiden Herren vom Lernort Natur, Karl-Heinz Guddak und Bernhard Mecking, sei auch Horst Wyrrwa für seine Unterstützung recht herzlich gedankt!

W.I.L.D

Das Wild-Tier-Informationssystem der Länder beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Wildtiermonitoring. 2019 beteiligten sich erstmalig alle Gelsenkirchener Reviere an der Datenerfassung. Recht herzlichen Dank an alle Revierinhaber für die Unterstützung. Wildtiermonitoring ist eine der wichtigsten Aufgaben der Zukunft. Also bitte bleibt weiterhin voll „am Ball“!

Stammtisch Waldschenke

Nachdem das ehemalige Stammtischlokal Bauer Becks geschlossen hatte, wurde zunächst probeweise der KJS-Stammtisch in die Waldschänke im Buerschen Stadtwald verlegt. Die Stammtische waren durchweg gut besucht. Bei schönem Wetter konnte der schöne Biergarten genutzt werden.

Schießstand Freudenberg

2019 wurde die Schießstand Freudenberg GmbH unter Beteiligung der 4 KJS, Bottrop, Oberhausen, Recklinghausen und Gelsenkirchen gegründet. Die Gesellschaft hat das Ziel, den Schießstand Freudenberg wieder zu eröffnen und dann abschnittsweise zu modernisieren. Schritt für Schritt wurden alle dafür erforderlichen Maßnahmen ergriffen. Insbesondere ist es dem Geschäftsführer, Hermann Wolff, zu verdanken, dass alle erforderlichen Genehmigungen erteilt worden sind, alle Gutachten angefertigt und alle Verträge abgeschlossen werden konnten. Durch zahlreiche Arbeitseinsätze freiwilliger Helfer, konnten alle relevanten Arbeiten, insbesondere Vorbereitungen für den Zaunbau, zeitgerecht erledigt werden.

Allen Helfern, Förderern und Unterstützern sei an dieser Stelle noch einmal recht herzlich gedankt.

Verschwitzte Vorstandswahl

Auf der Mitgliederversammlung 2019 hätten Vorstandswahlen durchgeführt werden müssen. Der Vorstand hatte irrtümlich angenommen, dass erst 2020 neu gewählt werden müsste. Ursache für den Irrtum war die Tatsache, dass der Schatzmeister erst 2016 für 4 Jahre gewählt worden ist. Alle übrigen Vorstandsmitglieder aber schon im Jahr 2015. Als der Irrtum bemerkt worden ist, wurde kurzfristig eine außerordentliche Mitgliederversammlung angesetzt. Dabei wurde aber übersehen, dass aufgrund des Erscheinungsdatums des RWJ die Einladungsfrist nicht exakt eingehalten werden konnte. Die so abgehaltene Mitgliederversammlung und alle dort gefassten Beschlüsse wären somit leicht anfechtbar gewesen. Deshalb wurde die außerordentliche Mitgliederversammlung als reine Informationsveranstaltung durchgeführt. In der Zwischenzeit wurden mehrere Rechtsauskünfte eingeholt. Danach sei die „verschwitzte Vorstandswahl“ kein Problem. Es bestünde keine Notwendigkeit für eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Alle Vorstandsmitglieder seien, insbesondere, weil es so auch in der Satzung stünde, weiterhin vollumfänglich im Amt. Die Vorstandswahlen könnten ohne Probleme auf einer ordentlichen Mitgliederversammlung im Jahr 2020 durchgeführt werden.

Schon im Zuge der Vorbereitung für die außerordentliche Mitgliederversammlung erklärten die 2. Vorsitzende, Jeannette Sauter, und der Schriftführer, Dieter Walfort, dass sie für eine weitere Amtszeit nur im absoluten „Notfall“, d.h. wenn sich absolut niemand finden würde, noch einmal zur Verfügung stünden.

Der Schatzmeister, Dr. Hauke Holdefleiss und der Vorsitzende, Stefan Lacher, erklärten, dass sie sich zur Wiederwahl stellen wollen. Gemeinsam wurde dieses Ergebnis frühzeitig dem erweiterten Vorstand mitgeteilt und es wurde darum gebeten, nach geeigneten Kandidaten „Ausschau“ zu halten.

Nachbarschaftliche Kontakte

Der Kontakt zu den benachbarten KJS wurde intensiviert und soll noch weiter intensiviert werden. Zu diesem Zwecke traf man sich z.B. in Essen und Recklinghausen. Treffen mit Bochum und Herne sind ebenso geplant. Außerdem wird das Ziel, sich mit allen Naturnutzern intensiver auszutauschen, weiter verfolgt. Sobald Corona wieder mehr zulässt, werden diese Bemühungen wieder aufgenommen.

Recht herzlichen Dank an den gesamten erweiterten Vorstand, an alle Helfer, Förderer und Unterstützer, die dazu beigetragen haben, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.

Aktuelles vom LJV Nordrhein-Westfalen

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Hinweise und Empfehlungen für die Durchführung von Gesellschaftsjagden unter Corona-Bedingungen

Düsseldorf/Dortmund, 11. August 2020, (MULNV, LJV NRW). Zur Vorbereitung der herbstlichen Gesellschaftsjagden in Zeiten von Corona haben NRW-Umweltministerium und Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen gemeinsame Empfehlungen ausgearbeitet:

I. Allgemeine Hinweise:

Die konkrete Corona-Situation für die anstehende Saison der Gesellschafts- und Bewegungsjagden ist jetzt noch nicht vorhersehbar. Zu berücksichtigen sind daher für die Jagdplanung immer die jeweils aktuellen Coronabestimmungen.

Dieser Empfehlungsbogen orientiert sich an den aktuellen Vorgaben für Nordrhein- Westfalen und soll zur Vorbereitung von Gesellschaftsjagden als Leitfaden dienen. Für eine stabile Jagdvorbereitung und um auf der sicheren Seite zu planen, ist es sinnvoll, die nachfolgenden Empfehlungen bereits im Vorfeld der Jagd zu berücksichtigen.

Gemäß § 17 a Absatz 1 Landesjagdgesetz Nordrhein-Westfalen handelt es sich um eine Gesellschaftsjagd, wenn mehr als vier Personen jagdlich zusammenwirken. Oberster Grundsatz bei der Jagdplanung ist neben den bekannten organisatorischen Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen die Durchführung eines ordnungsgemäßen Jagdablaufes, bei Reduzierung und Nachverfolgbarkeit von Kontakten der Jagdbeteiligten.

Im Folgenden wird nur auf die coronabedingten Maßnahmen eingegangen. Alle anderen für den Jagdablauf relevanten Vorschriften bleiben weiterhin bestehen. Die oder der bei Gesellschaftsjagden immer zu bestimmende Jagdleiterin oder Jagdleiter sorgt ebenfalls für die Einhaltung der Coronaschutzbestimmungen.

Hierzu zählen:

Kontakte sind auf das unbedingte Maß zu reduzieren - und dort, wo sie nicht zu vermeiden und zugelassen sind – nur unter Wahrung des Sicherheitsabstands und der Hygienevorgaben zuzulassen. Wechselnde Kontakte sind zu vermeiden.

Zusammenkünfte sollten im Freien oder unter überdachten Einrichtungen stattfinden. Geschlossene Räume sind zu meiden, wenn sie nicht gut durchlüftet werden. Sofern Personen in geschlossenen Räumen zusammentreffen, ist die Anzahl der zeitgleich anwesenden Personen auf eine Person pro 7 qm Besucherfläche zu begrenzen (Personenbegrenzung).

Abstandsregeln, Hygienebestimmungen und Kontaktnachverfolgung sind obligatorisch.

Sofern mit der Ansammlung von Personen zu rechnen ist, sind durch den Veranstalter/die Jagdleitung Maßnahmen zur Einhaltung des Abstandsgebotes, insbesondere zur Steuerung des Zutritts, zu ergreifen, wie beispielsweise durch Anbringen von gut sichtbaren Abstandsmarkierungen im Abstand von mindestens 1,5 Metern.

Personen mit Symptomen einer Atemwegsinfektion (insbesondere Husten, Erkältungssymptomatik, Fieber) haben der Jagd fern zu bleiben; ihnen ist im Regelfall die Teilnahme an der Jagd zu verwehren. Hierauf ist bereits in der Einladung unbedingt hinzuweisen.

Die Kontaktnachverfolgbarkeit ist vorübergehend (für vier Wochen) sicherzustellen (Kontakterfassung).

AHA (Abstand einhalten – Hygieneregeln beachten – Alltagsmaske tragen)

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur unter Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Personen erlaubt (Abstandsgebot).

Soweit der Mindestabstand unterschritten werden muss, ist von allen Teilnehmern unbedingt eine Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen (Maskenpflicht).

Individuelle Hygienemaßnahmen, wie beispielweise Verzicht auf Händeschütteln und Husten sowie Niesen in die Armbeuge sind zu beachten.

Besondere Hygienemaßnahmen, wie beispielweise bereitgestellte Desinfektionsmittel sind zu beachten.

II. Jagdablauf

Größere Ansammlungen sind zu vermeiden. Daher soll der Treffpunkt zur Jagd unter Berücksichtigung der Personenzahl so ausgewählt werden, dass er entweder

  • an einem zentralen Ort mit überschaubarer Personenzahl mit 1,5 Metern Abstand bei ausreichender Verständigung,
  • oder mit zeitlich versetztem Eintreffen und Abrücken der Jägerinnen und Jäger,
  • oder an örtlich unterschiedlichen Treffpunkten erfolgt.

Zur Reduzierung von Begegnungen wird folgendes empfohlen:

Der Treffpunkt kann örtlich und zeitlich entzerrt werden, wenn die Einteilung in die Gruppen vorher erfolgt.

Allgemeine Einweisungen, Erklärungen und Prüfungen sollen so weit wie möglich bereits vor dem Jagdtag (z.B. schriftlich mit der Einladung) erfolgen.

Kopien/Scans von Jagdschein und Schießnachweis können vorab per Post/E-Mail verlangt werden.

Mündliche Einweisungen sollten auf das Wesentliche beschränkt werden.

Die Gruppenführer sollen den Schützen und Treibern bereits vor der Jagd als Ansprechpersonen mitgeteilt werden. Dies ist besonders wichtig bei dezentralen Treffpunkten oder bei zeitversetzter Anreise.

Bei dezentralen oder zeitlich versetzten Treffen nehmen die Gruppenleiterinnen oder Gruppenleiter die Aufgabe einer Jagdleiterin oder eines Jagdleiters für die Gruppe wahr und weisen die Schützen ein. Die Gesamtverantwortung verbleibt bei der Jagdleiterin oder dem Jagdleiter der Gesellschaftsjagd.

Sofern möglich, fahren die Schützen mit ihren eigenen Fahrzeugen zu den Ständen. Bei unvermeidbaren Sammelfahrten ist von allen Mitfahrern eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Die Bergung des Wildes erfolgt innerhalb der Gruppe oder durch einen Wildbergetrupp. Das Wild wird an den Aufbruch- und Kühlräumen an einen festen Kühlraumtrupp übergeben. Dritte sollten keinen Zugang haben. Nach der Bergung des Wildes und den notwendigen Einweisungen der Nachsuchenführer wird die Jagd beendet.

Coronabedingt sollte der gesellige Teil leider entfallen. Hierzu kann der Verzicht auf Streckenlegung, Verteilung der Brüche, Verblasen der Strecke und Schüsseltreiben zählen.

Die Verpflegung sollte, wenn möglich, über den gesamten Tag aus dem Rucksack erfolgen.

Anbei finden Sie ein Musterformular für die Anwesenheitsnachweise (nur zur Kontaktnachverfolgung und Dokumentation) und die Hinweise und Empfehlungen für die Durchführung von Gesellschaftsjagden unter Corona-Bedingungen als PDF-Dokument.

Jahreskurzbericht 2019 - Marderbeauftragter

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Auch im Jahr 2019 gab es mehrere Anfragen „Mardergeschädigter“. Das Gros der Fälle konnte wie in den Vorjahren telefonisch abgearbeitet werden. In einigen Fällen gab es aber auch Ortstermine.

Zukunftsperspektiven

Das Thema, Beeinträchtigungen und Schäden durch Marder, wird uns wahrscheinlich noch viele Jahre beschäftigen. Es ist daher geplant, auf unserer neugestalteten Homepage ausführlich darüber zu informieren. Außerdem haben noch zwei Mitglieder zugesagt, die KJS als Marderbeauftragte unterstützen zu wollen.

Waschbären

Auf Vorschlag des LJV NRW sollen die Marderbeauftragten in Zukunft auch Ansprechpartner für Probleme mit Waschbären sein. Das erscheint sinnvoll, da der Waschbär weiter auf dem Vormarsch zu sein scheint. Auch innerhalb unseres Stadtgebietes wurden schon mehrfach Waschbären nachgewiesen und auch schon mindestens 2 erlegt.

Jahreskurzbericht 2019 - Hundewesen

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Allgemeines

Mit Inkrafttreten des neuen LJG NRW gab es auch einige Änderungen im Bereich Hundewesen. So wurde z.B. wieder die „Müller-Ente“ erlaubt und die Arbeit im Schwarzwildgatter gesetzlich verankert.

Entsprechend wurde auch die BPO NRW überarbeitet und angepasst.

Da die neue BPO immer noch ausnahmslos selbständiges Bringen bei allen Bringfächern und auch beim Stöbern hinter der Ente fordert, die HZP aber in diesem Punkt auf dem Verbandstag 03/2017 für 2018 abgeändert worden ist, führte das dazu, dass ein Hund mit bestandener HZP, der aber nicht selbständig gebracht hat, kein brauchbarer Hund im Sinne der BPO NRW sein kann. Ob und wie der Hund trotzdem die Brauchbarkeit erlangen kann, darüber gab es selbst noch im August 2019 zwischen dem JGHV und dem LJV NRW sehr unterschiedliche Auffassungen, was zur allgemeinen Verunsicherung der Verbandsrichter geführt hatte. Grund hierfür war natürlich die mangelnde Voraussicht über die Konsequenzen des Verbandsbeschlusses und im Wesentlichen auch ein mangelhafter Austausch zwischen den Beteiligten. Erst Anfang September wurde der widersprüchliche Zustand durch eine erneute Klarstellung durch den LJV und die JKV NRW aufgehoben.

Hundearbeit vor Ort

Im Jahr 2019 wurden mangels Bedarf von der KJS keine Hundeprüfungen durchgeführt.

Es fand von März bis Oktober ein Hundeführerlehrgang für Junghunde statt. Regelmäßig teilgenommen haben aber nur vier Hundeführer.

Die vier Hunde werden z.Zt. weiter ausgebildet und sollen im Herbst 2020 auf verschiedenen Prüfungen ihre jagdliche Eignung nachweisen.

Daneben wurde noch vereinzelt mit fertigen Jagdhunden ein „Auffrischungstraining“ durchgeführt.

Weitere Info zum aktuellen Verbandsgeschehen

Die Jagdkynologische Vereinigung NRW soll im Jahr 2020 quasi ein Landesverband des JGHV mit eigener Satzung werden und in allen wichtigen Belangen den JGHV in NRW vertreten.

Allgemeine Vorbildfunktion der Verbandsrichter und Hundeführer

Jeder Jäger, der als Jäger wirkt oder sich als solcher zu erkennen gibt, ist „Botschafter“ der Jagd! Im Guten wie im Schlechten. Das gilt insbesondere auch für unsere Verbandsrichter und Hundeführer. Daher möchte ich freundlich daran erinnern, sich möglichst vorbildlich zu verhalten. Sei es z.B. beim Frei-laufen-lassen von Hunden, Betreten landwirtschaftlicher Flächen (alle landwirtschaftlich genutzten Flächen, auch im abgeernteten Zustand unterliegen nicht dem allgemeinen Betretungsrecht) oder in Punkto Verunreinigungen durch Hunde(Hundekot!)

Herzliches Dankeschön!

Eine erfolgreiche Hundearbeit ist ohne Unterstützer und Förderer nicht möglich. Daher möchte ich insbesondere meinem Weggefährten Willi Kramer, der mich auch 2019 wieder bei der Hundeausbildung unterstützt hat und den Revierinhabern, die ihre Reviere für die Ausbildung zur Verfügung gestellt hatten, recht herzlich danken!