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Neue Coronaschutzverordnung

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Düsseldorf/Dortmund, 8. Januar 2021 (MAGS/LJV NRW). Am 7. Januar hat die NRW-Landesregierung die neue Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) verkündet. Sie tritt am 11. Januar 2021 in Kraft und ersetzt dann die derzeitige Coronaschutzverordnung.

Abweichend vom generellen Veranstaltungsverbot sind unter Beachtung aller sonstigen Regelungen dieser neuen Coronaschutzverordnung Veranstaltungen zur Jagdausübung zulässig, wenn die zuständige untere Jagdbehörde feststellt, dass diese zur Erfüllung des Schalenwildabschusses oder zur Seuchenvorbeugung durch Reduktion der Wildschweinpopulation vor dem 31. Januar 2021 dringend erforderlich sind.

Bei den nach dieser Verordnung zulässigen dringend erforderlichen Veranstaltungen zur Jagdausübung darf bezogen auf feste und namentlich dokumentierte Gruppen von jeweils höchstens fünf Personen innerhalb der Gesamtgruppe der Teilnehmer der Mindestabstand unterschritten werden.

Die einfache Rückverfolgbarkeit der Teilnehmer ist sicherzustellen.

Der Landesjagdverband ruft seine Mitglieder zur penibelsten Einhaltung sämtlicher Coronaschutzmaßgaben auf. Darüber hinaus muss immer auch geprüft werden, inwieweit bestimmte Situationen Anlass zu Diffamierungen durch Jagdgegner bieten könnten, wie sie in jüngster Vergangenheit leider vorgekommen sind (siehe Rheinisch-Westfälischer Jäger 1/21, Seite 19).

Alle Infos zur Jagd in Zeiten von Corona hat der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen auf seiner Homepage www.ljv-nrw.de in einer Sonderseite zusammengefasst. Über weitere Erläuterungen der neuen Coronaschutzverordnung, die das NRW-Umweltministerium ggf. noch erlassen wird, informiert der Landesjagdverband seine Mitglieder umgehend.

Siegener Zeitung - journalistischer Fehler

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Siegen/Dortmund, 30. November 2020 (LJV NRW). Nach Intervention durch den Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen musste die Siegener Zeitung am vergangenen Samstag eine Richtigstellung veröffentlichten.

Dem vorausgegangen war eine Meldung am 24. November, bei dem das Blatt einem anonymen Hinweis vertraute, ohne diesen gemäß der journalistischen Sorgfaltspflicht vor Veröffentlichung hinreichend überprüft zu haben. In dem anonymen Hinweis, der die Redaktion per E-Mail erreichte, informierte eine vermeintliche Jungjägerin und Teilnehmerin an einer Bewegungsjagd im südlichen Siegerland über ihren eigenen angeblich positiven Corona-Befund. Den Corona-Test habe die Hinweisgeberin gemacht, weil sie nach der Jagd in den Urlaub fliegen wollte.

Am Samstag nun musste die Redaktion einräumen, dass sich eine Corona-Infektion einer an der Jagd beteiligten Jägerin nicht belegen ließe, und erklärte weiter: „Die Berichterstattung in dieser Form war ein Fehler. Wir bitten diesen zu entschuldigen.“

In diesem Zusammenhang ruft der Landesjagdverband seine Mitglieder auf, unter konsequenter Beachtung der jeweils aktuellen Corona-Schutzbestimmungen bei der Jagd auf Schalenwild nicht nachzulassen. Zur Vorbeugung eines drohenden ASP-Ausbruchs und zur Unterstützung der nordrhein-westfälischen Waldbesitzer ist dies unerlässlich.

Aktuelle Informationen zu den derzeit gültigen Auflagen durch die Coronaschutzverordnung hat der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen auf seiner Homepage www.ljv-nrw.de zusammengestellt.

Zugleich mahnt der Landesjagdverband seine Mitglieder aber auch zu besonderer Vorsicht. LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg: „Alle organisatorischen Punkte und Unterpunkte müssen natürlich coronaschutzkonform sein. Darüber hinaus müssen wir auch prüfen, inwieweit bestimmte Situationen bei böswilliger Interpretation Anlass zu Diffamierungen liefern. Das Siegener Beispiel belegt, dass Jagdgegner im Moment alle Register ziehen, um die unter Coronabedingungen ohnehin extrem aufwändigen Bewegungsjagden zu verhindern oder in Misskredit zu bringen.“

Zulassung von Nachtzieltechnik

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Düsseldorf/Dortmund, 30. November 2020 (LJV NRW). In seiner Sitzung am vergangenen Freitag hat der Landtag NRW die Landesregierung beauftragt, zur Prävention gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest auf dem Verordnungsweg die Zulassung von Nachtzielgeräten und künstlichen Lichtquellen für die Jagd analog zu anderen Bundesländern schnell und rechtssicher umzusetzen.

Weiterhin beauftragte der Landtag die Landesregierung,

für die Anschaffung der benötigten sicheren Zäune zur Einrichtung einer „Weißen Zone“ Sorge zu tragen.
schweinehaltende Betriebe zu ermutigen, an dem ASP-Früherkennungsprogramm teilzunhemen und eine eventuelle Fördermöglichkeit zu prüfen.
zusammen mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW umgehend eine Forcierung der Jagd auf Wildschweine in den Staatsforsten zu planen und aus bereiten Mitteln umzusetzen.

Der Landesjagdverband NRW weist darauf hin, dass dieser Auftrag des NRW-Landtages an die NRW-Landesregierung zunächst noch umgesetzt und in geltendes Recht umgewandelt werden muss. Bis dahin bleibt Nachtzieltechnik in NRW verboten.

Natürlich wird der Landesjagdverband NRW seine Mitglieder über den Fortgang des Verfahrens weiter informieren.

Gesellschaftsjagden unter Corona-Bedingungen

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NRW konkretisiert Hinweise und Empfehlungen für die Durchführung von Gesellschaftsjagden unter Corona-Bedingungen

Düsseldorf/Dortmund, 3. November 2020 (MULNV/LJV NRW). Am 30. Oktober hat das Land NRW seine neue Coronaschutzverordnung verkündet. Per Erlass hat das NRW-Umweltministerium daraufhin am 2. November den Unteren Jagdbehörden nachfolgende Hinweise zu seinem Erlass vom 21.10.2020 (Hinweise und Empfehlungen für die Durchführung von Gesellschaftsjagden unter Corona-Bedingungen) gegeben:

„Aufgrund der CoronaSchVO vom 30.10.2020, die am 02.11.2020 in Kraft tritt, werden in Abstimmung mit dem MAGS die nachfolgenden Hinweise zum Erlass vom 21.10.2020 gegeben:

In der CoroanaSchVO vom 29.10.2020 sind nachfolgende Regelungen zum Jagdbereich aufgenommen worden:

§ 2 Mindestabstand

(1) Im öffentlichen Raum ist zu allen anderen Personen grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern (Mindestabstand) einzuhalten, soweit in dieser Verordnung nichts anderes bestimmt ist oder die Einhaltung des Mindestabstands aus medizinischen, rechtlichen, ethischen oder baulichen Gründen nicht möglich ist.

(2) Der Mindestabstand darf unterschritten werden...

10. bei nach dieser Verordnung zulässigen Veranstaltungen zur Jagdausübung bezogen auf feste und namentlich dokumentierte Gruppen von jeweils höchstens fünf Personen innerhalb der Gesamtgruppe der Teilnehmer.

§ 13 Veranstaltungen und Versammlungen

(1) Veranstaltungen und Versammlungen, die nicht unter besondere Regelungen dieser Verordnung fallen, sind derzeit untersagt.

(2) Abweichend von Absatz 1 sind unter Beachtung der Regelungen der

§§ 2 bis 4 zulässig...

4. Veranstaltungen zur Jagdausübung, soweit diese zur Erfüllung des Schalenwildabschusses oder zur Seuchenvorbeugung durch Reduktion der Wildschweinpopulation erforderlich sind.

Damit bleibt es für Jagdveranstaltungen, die zur Erfüllung des Schalenwildabschusses oder zur Seuchenvorbeugung durch Reduktion der Wildschweinpopulation erforderlich sind, bei der grundsätzlichen Zulässigkeit. Andere Gesellschaftsjagden sind allerdings unzulässig.

Für die Teilnehmerzahl gilt: An der gesamten Jagd dürfen die erforderlichen Personenzahlen teilnehmen, von diesen ist aber der Mindestabstand einzuhalten. Es können aber feste und namentlich bei der Datenerfassung erfasste Teilgruppen (für den gesamten Jagdtag) von 5 Personen zum gemeinsamen Bergen, Aufbrechen, Anstellen etc. gebildet werden. In diesen Gruppen kann der Mindestabstand unterschritten werden.

In Situationen, in denen während der Jagdveranstaltung mehr als 25 Personen zusammentreffen, ist eine Alltagsmaske zu tragen.

Die Zulässigkeit von Veranstaltungen zur Jagdausübung betreffen wirklich auch nur das Jagdgeschehen selbst. Eine Versorgung während der Veranstaltung ist unter Beachtung der Hygieneregelungen zulässig. Eine Abschlussansprache etc. kann zur Jagdausübung gerechnet werden, ein anschließendes „Schüsseltreiben“ ist aber von der Jagdausübung definitiv nicht mehr umfasst und daher im November angesichts der verschärften Regelungen zur Kontaktbeschränkung nicht zulässig.

Falls bei der Durchführung von Bewegungsjagden auf Schalenwild ein aktueller Schießnachweis nach § 17 a LJG-NRW nicht vorgelegt werden kann, behält ausnahmsweise der Schießnachweis aus dem Jahre 2019 seine Gültigkeit.“

Über diesen Erlass hinaus bleiben wichtige Fragen für das Jagdwesen in NRW offen. Der Landesjagdverband hat das MULNV daher gebeten, klarzustellen dass und wie die Jungjägerausbildung, der Schießstandbetrieb (das jagdliche Schießen wird ausdrücklich nicht als Sport angesehen) sowie die Niederwildjagd betrieben werden können.

Über weitere Klarstellungen zu den Konsequenzen der neuen Coronaschutzverordnung vom 30. Oktober für Jagd und Jäger in NRW wird der Landesjagdverband seine Mitglieder schnellstmöglich informieren.

Jungjägerausbildung fällt unter Weiterbildung

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Nach Rückmeldung des Ministeriums fällt die Jungjägerausbildung unter die Weiterbildung, die nicht berufs- und ausbildungsbezogen ist. Diese Ausbildungsveranstaltungen sind als Präsenzveranstaltung im November nicht zulässig. Es empfiehlt sich hier soweit möglich, auf digitalen Unterricht umzusteigen.

Auch auf den jagdlichen Schießstätten sind nach Rückmeldung des Ministeriums Zusammenkünfte von Jägern gem. Coronaschutzverordnung nicht gestattet. Handwerkliche Dienstleistungen wie das Einschießen von Waffen sind hingegen zulässig.

Bitte geben Sie diese Informationen an die in Ihrer Kreisjägerschaft zuständigen verantwortlichen Ansprechpartner für die Jungjägerausbildung bzw. die verantwortlichen Schießstandbetreiber weiter.